Geographisch sind die Fettkräuter auf allen Kontinenten (ausgenommen Australien) verbreitet. Auf dem afrikanischen Kontinent sind Fettkrautarten nur im äußersten Norden vertreten. Als Genzentrum (oder Entstehungsgebiet) gilt Zentralamerika. Dies kommt daran zum Ausdruck, daß die meisten Arten in der Region Mittelamerika/Karibik vorkommen. Als sekundäres Verbreitungsgebiet gilt der europäische Kontinent.

Diese Pflanzengruppe, sowie auch alle anderen fleischfressenden Pflanzen, haben sich auf ökologische Nischen spezialisiert, wo sie durch ihre Fähigkeit auch tierische Nährstoffquellen nutzen zu können, einen Vorteil gegenüber anderen Pflanzen besitzen. Deshalb wachsen Fettkräuter oft auf nährstoffarmen Standorten. Dies können Moore, Felswände oder Erosionsstandorte sein.

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Man unterscheidet verschiedene Wuchstypen. Hierbei wird die Ausbildung von verschiedenen Blattypen als Unterscheidungsmerkmal herangezogen, die auf die Anpassung der Art im Laufe der Evolution Rückschlüsse zuläßt.

Generell lassen sich die verschiedenen Arten in 2 Gruppen einteilen: Tropische Wuchstypen kommen bei Pflanzen vor, die keine Kälteperioden zu überstehen haben. Innerhalb dieser Gruppe kann man noch Pflanzen unterscheiden, die das ganze Jahr hindurch nur eine Blattform ausbilden (tropisch homophyller Wuchstyp), und Pflanzen, welche aufgrund trockener Wachstumsbedingungen im Winter sukkulente, nicht-karnivore Winterblätter ausbilden und im feuchten Sommer karnivore Blätter zum Fangen von Insekten haben (tropisch heterophyller Wuchstyp).

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In den gemäßigten Klimagebieten sowie im subarktischen Raum finden sich Pflanzen, welche die kalten Wintermonate in Form einer Winterknospe (lat.: hibernaculum) überdauern (Temperierter Wuchstyp). Innerhalb dieser Gruppe lassen sich noch Pflanzen unterscheiden, welche in der eigentlichen Vegetationsperiode nur eine Form von karnivoren Blättern ausbilden (temperiert homophyller Wuchstyp), und Arten, die Frühjahrs- und Sommerblätter haben (temperiert heterophyller Wuchstyp).

Allerdings gibt es in den südamerikanischen Anden und in Feuerland Fettkrautarten, die trotz des Vorhandenseins von Sommer und Winter keine Winterknospen ausbilden. Dies bestätigt die Theorie, daß das Entstehungsgebiet der Gattung Pinguicula der tropische Raum Zentralamerikas gewesen sein muß.