Diese in Kultur sehr seltene Art ist das am südlichsten vorkommende Fettkraut. Es wächst von Feuerland bis etwa zum 48. südl. Breitengrad. Dabei findet man die Pflanzen in Mooren, oft zusammen mit Sphagnummoosen, auf feuchtem Waldboden oder auch auf feuchten Felsen. Die etwa 4 cm im Durchmesser große Rosette bildet bis zu 10 Blätter aus.
Bei mir in Kultur bildete sich Ende Juni eine einzige Blüte. Die Blüte ist weiß und in zwei Lippen unterteilt. Die Form der Blütenblätter erinnert an P. pumila. Die Kronröhre zeigt eine parallel verlaufende Nervatur, die bei Blüten von Fettkrautarten sehr selten ist. Der Sporn (Fortsatz der Kronröhre) ist klein und stumpf. Die in der Samenkapsel vorhandenen Samen hatten eine hohe Keimfähigkeit. Ob diese Art selbstbefruchtend ist, ist nicht bekannt. Wie alle anderen südamerikanischen Pinguicula-Arten aus den Anden bzw. Feuerlands bildet auch P. antarctica keine Winterknospe aus und gehört demzufolge zum temperiert-homophyllen Wuchstyp.