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Die Pflanzen können bis zu 4 Blüten pro Blühperiode ausbilden. Die Blüte von P. jaumavensis ist zweilippig. Es sind zweierlei Blütenformen bisher gefunden worden.

P. jaumavensis 'Holotype' besitzt eine hellviolette Färbung der Kronblätter. Typisch ist der bräunliche Fleck auf dem Mittellappen der unteren Lippe. Die Blütenkrone von P. jaumavensis 'pale purple' weist eine blaß purpurne Farbe auf. An der Basis der Kronblätter ziehen sich zum Schlund hin dunkel purpurfarbene Adern entlang. An der Basis des Mittellappens befindet sich bei dieser Blütenform ein gelblich-grüner Fleck.

Die beiden etwa 0,8 cm langen Kronlappen der Oberlippe überlappen sich leicht. Die Kronblätter der Unterlippe sind etwas länger, wobei der Mittellappen mit etwa 1,2 cm am längsten ist. Typisch für diese Art ist die weiße Behaarung des Mittellappens zum Schlund hin. Im Schlund sind die Härchen hellgelb. Die Narbe ist von außen deutlich zu sehen und dunkelviolett gefärbt. Der etwa 1,5 cm lange Sporn läuft spitz zu und hat auffällige rötliche Adern.

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Da P. jaumavensis auf Kalkfelsen vorkommt, hat sich ein Gemisch aus Muschelkalkboden und Torf für die Kultur gut bewährt. Das Substrat sollte im Sommer recht feucht gehalten werden, während in den Wintermonaten der Boden fast immer trocken bleiben und die Lufttemperaturen um die 10-15° C liegen sollte. Fremdbefruchtung scheint bei der Bestäubung der Blüten die Regel zu sein.
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Pinguicula jaumavensis Debbert (1991)
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Auf seiner Sammelreise in Mexico entdeckte Paul Debbert 1991 in Spalten vertikaler Kalksteinfelsen um am Fuße und Vorsprüngen der Felsen eine neue Fettkrautart, die er nach dem Fundort nahe des Ortes Jaumave P. jaumavensis getauft.

Das Erscheinungsbild dieser Art ähnelt sehr dem von P. ehlersiae. Die Sommerrossetten sind etwa 3 bis 4 cm im Durchmesser, bestehend aus bis zu 20 Blättern. Der Rand des oberen Blatteiles ist nach oben gebogen, das Blattende läuft leicht spitz zu. Die Blätter können, je nach Sonnenein-strahlung, rötlich gefärbt sein.

Die Winterblätter sind sehr viel zahlreicher, besitzen eine keulige Form und sind hellgrün gefärbt. Die Behaarung der Blätter ist nicht mit schleimabsondernden Drüsen versehen. Die Blüten entwickeln sich nur aus der Winterrosette.