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P. acuminata gehört zum tropisch-heterophyllen Wuchstyp. Im Winter bilden die Pflanzen eine Winterrosette, die aus bis zu 40 Blätter bestehen kann und entweder leicht über der Erde oder eingegraben im Boden wächst. P. acuminata ist nahe mit P. heterophylla und P. parvifolia verwandt. Alle diese Arten zeichnen sich durch eine zwiebelförmige Winterrosette mit spitz zulaufenden Winterblättern aus. Die Winterblätter von P. acuminata können bis zu 1,5 cm lang und 0,5 cm breit sein, sind auf der Oberseite und auch zur Spitze hin auf der Blattunterseite dunkelviolett pigmentiert. Die Winterblätter sind nicht karnivor.

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese Art von Bentham anhand von Pflanzen aus dem heutigen Chico-Nationalpark in mexikanischen Bundesstaat Hidalgo beschrieben. Dort ist P. acuminata auch ausschliesslich beheimatet. Diese Art war sehr lange Zeit nicht in Kultur, konnte aber in den letzten 10 Jahren wieder verstärkt Eingang in verschiedene Kollektionen finden. Der Name der Art leitet sich ab vom Lateinischen acumen (= spitz), und bezieht sich auf die spitz zulaufenden Sommerblätter.

Die Sommerblätter sind langgestielt und die Blattspreite ist typisch herzförmig. Der Rand der Sommerblätter ist nach innen eingerollt. Die Sommerrosette kann aus bis zu 10 aktiven Blättern bestehen.

Die Pflanzen blühen aus der Winterrosette. In Kultur konnte bisher nur eine Blüte pro Vegetationszyklus beobachtet werden. Laut Literatur können es aber bis zu 3 Blüten sein.

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Der Blütenstiel ist vollständig unbehaart, an der Basis rotbraun gefärbt und zur Blüte hin grünbraun und bis zu 7 cm lang. Die Kronblätter sind weiß und auf der Blattoberseite zur Kronröhre hin stark behaart. Sehr typisch für diese Art und ein sehr gutes Unterscheidungsmerkmal zu P. heterophylla und P. parvifolia ist die gekrümmte Kronröhre. Die Kronröhre ist aussen dicht mit Drüsenhaaren besetzt. Der Sporn ist deutlich von der Kronröhre abgesetzt, hellgrün gefärbt und etwa 0,4 cm lang.
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Die Kultur von P. acuminata ist in torfhaltigen Substrat wie auch in kalkreicherem Boden gut möglich. Obwohl man die Pflanzen im Winter recht trocken kultivieren sollte, da die Winterrosette oft unter Bodenoberfläche liegt und dort leicht faulen kann, sollte man darauf achten, dass beim Erscheinen der Blüten das Substrat etwas feuchter gehalten wird, da sonst die Gefahr besteht, dass die Blüte vertrocknet. Kühle Temperaturen im Winter fördern die Ausbildung der Blüte. Im Sommer kann die Pflanze feucht und warm kultiviert werden.

Pinguicula acuminata Bentham (1839)