Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese Art von Bentham anhand von Pflanzen aus dem heutigen Chico-Nationalpark in mexikanischen Bundesstaat Hidalgo beschrieben. Dort ist P. acuminata auch ausschliesslich beheimatet. Diese Art war sehr lange Zeit nicht in Kultur, konnte aber in den letzten 10 Jahren wieder verstärkt Eingang in verschiedene Kollektionen finden. Der Name der Art leitet sich ab vom Lateinischen acumen (= spitz), und bezieht sich auf die spitz zulaufenden Sommerblätter.
Die Sommerblätter sind langgestielt und die Blattspreite ist typisch herzförmig. Der Rand der Sommerblätter ist nach innen eingerollt. Die Sommerrosette kann aus bis zu 10 aktiven Blättern bestehen.
Die Pflanzen blühen aus der Winterrosette. In Kultur konnte bisher nur eine Blüte pro Vegetationszyklus beobachtet werden. Laut Literatur können es aber bis zu 3 Blüten sein.
Die Kultur von P. acuminata ist in torfhaltigen Substrat wie auch in kalkreicherem Boden gut möglich. Obwohl man die Pflanzen im Winter recht trocken kultivieren sollte, da die Winterrosette oft unter Bodenoberfläche liegt und dort leicht faulen kann, sollte man darauf achten, dass beim Erscheinen der Blüten das Substrat etwas feuchter gehalten wird, da sonst die Gefahr besteht, dass die Blüte vertrocknet. Kühle Temperaturen im Winter fördern die Ausbildung der Blüte. Im Sommer kann die Pflanze feucht und warm kultiviert werden.
Pinguicula acuminata Bentham (1839)