Die Pflanzen blühen aus der Sommerrosette, wobei bis zu 4 Blüten gebildet werden können. Bei trockener Kultur über einen längeren Zeitraum bilden sich die kleineren, in der Blattform ähnlichen Winterblätter, die keine Drüsenhaare ausbilden.
An das Substrat stellt P. gigantea kaum Ansprüche, allerdings sollte man bei einem torfhaltigen Substrat darauf achten, dass der Boden auch von Zeit zu Zeit etwas trockener wird, damit Sauerstoff an die Wurzeln gelangen kann.
1995 wurde von dem Niederländer Hans Luhrs eine neue Art aus Mexico mit dem Namen P. gigantea beschrieben, die 1987 von Alfred Lau bei San Bartolomé Ayautla (Bundesstaat Oaxaca) gefunden wurde und erst seit wenigen Jahren in Kultur ist. Der Name "gigantea" bezieht sich auf die Dimension der Sommerrosette, die nicht selten bis zu 30 cm im Durchmesser betragen kann. Am Naturstandort wachsen die Pflanzen auf senkrechten Kalkfelsen auf einer Höhe von 500 bis 800 m ü. NN.
Obwohl diese Art mit P. agnata nahe verwandt ist, so gibt es doch einige Unterscheidungsmerkmale zwischen den beiden Arten. Eine Besonderheit ist, daß beide Seiten der Sommerblätter dicht mit karnivoren Drüsenhaaren besetzt sind. Das gleiche Merkmal weisen nur die beiden europäischen Arten P. longifolia und P. vallisneriifolia auf, wobei bei diesen Arten auf der Blattunterseite nur spärlich Drüsenhaare entlang der Mittelrippe vorkommen, sowie bei der weißblütigen Form von P. moranensis aus Mexico.
Die Blütenblätter sind hellviolett gefärbt, wobei es auch weißlich-violette Formen geben soll. Der Schlund ist gelb bis weiß gefärbt und die Blütenblätter der Unterlippe sind zum Schlund hin dicht mit weißen Härchen besetzt. Die Kelchblätter sind spitz zulaufend und stehen von der Kronröhre ab. Der Sporn hat eine abgeflacht keulige Form, die Spitze besteht aber meistens aus 2 Enden, wobei oft auch noch zwei seitliche Fortsätze zu sehen sind.