Diese
Form zeigt alle Merkmale einer typische Blüte des großblütingen
Fettkrauts P. grandiflora, bis auf die Farbe der Petalen. Die Kronblätter
sind reinweiß und der Blütenkelch weist eine weiße bis hellgrüne
Färbung auf. Blütenkelch, Blütenstiel sowie Blätter sind grün
bis hellgrün gefärbt. Andere Farbtöne (z.B. rötlich) konnten
nicht beobachtet werden.
Bei mir war die Kultur bisher nur im Freiland dauerhaft
erfolgreich. Gut lassen sich die Pflanzen in reinem Torf oder in Moos kultivieren,
wobei ein kühles Moorbeet von Vorteil ist. Unter letzteren Bedingungen bilden
sich dann im Winter auch reichlich Adventivknospen am Hibernakulum.
Bereits
in den 1970er Jahren sind Photos bekannt geworden, die rein weißblühende
Pflanzen aus Irland zeigten. 1993 beschrieb dann Nelson Pflanzen dieser Albino-Mutanten
aus dem Gebiet des Burren, County Clare, im westlichen Irland südlich von
Galway. Aus der Beschreibung geht leider nicht hervor, ob es sich dabei nur um
einzelne Pflanzen handelte oder ob ganze Sippen rein weiße Blüten aufwiesen.
Auch über Auskreuzungsverhalten bezüglich der Blütenfarbe ist nichts
bekannt (wahrscheinlich handelt es sich aber um eine rezessiv monogene Mutation).
Ende der 1990er Jahre sind dann auch Pflanzen dieser Albino-Form bei Fettkraut-Liebhabern
aufgetaucht, die aus den französischen Pyreneen stammen.
Pinguicula
grandiflora f. chionopetra Nelson (1993)