Bereits 1830 wurde von Mutel eine Sippe aus den Savoyer Alpen entlang des Grand Canal bei Grenoble eine Sippe beschrieben, die sich in Blütenform und -farbe von der typischen P. grandiflora unterschied. Casper erhob 1962 die Sippe, die an mehreren Standorten konstante Merkmale aufweist, zur Unterart ssp. rosea.
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Diese Unterart unterscheidet sich von ssp. grandiflora durch ihre weiß bis leicht rosafarbene Tönung der Kronblätter, durch den rosafarbenen mit rötlichen Adern durchsetzten Kelch, durch die im Ganzen kleinere Blüte, durch den geraden, pfriemlichen Sporn (meist dunkelrot bis rotviolett gefärbt) sowie durch die kurzen und stumpf-ovalen Zipfel der Kelchoberlippe.
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern

Die Pflanzen wachsen entweder direkt auf feuchten senkrechten Kalksteinfelsen (z.B. am Standort bei Sollières) oder in Feuchtwiesen entlang kleiner Bäche (z.B. am Mont Granier). An letzterem Standort kommt P. grandiflora ssp. rosea zusammen mit P. alpina vor, in der Nähe findet man noch P. grandiflora ssp. grandiflora sowie etwas weiter entfernt auch P. vulgaris.

 

Orchideen am Standort Mont Granier:

Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern

Pinguicula grandiflora ssp. rosea (Mutel) Casper (1962)