Im Zusammenhang mit dem Bau des hydroelektrischen Staudamms am Moctezuma-Fluß im Grenzgebiet der beiden mexikanischen Bundesstaaten Hidalgo und Querétaro wurde eine Studie in Auftrag gegeben, die den Einfluß des Dammbaus auf Flora und Fauna der Umgebung aufzeigen sollte. Im Rahmen dieser Studie erfolgte auch eine Untersuchung der Zuläufe des Rio Moctezuma und des Rio Tolimán. Dabei wurden Fettkrautsippen gefunden, wovon eine vom mexikanischen Botaniker Sergio Zamudio als P. elizabethiae als neue Art beschrieben wurde. Benannt wurde diese Art nach Elizabeth Argüelles, einer Botanikerin, die sich um die Erkundung der Fauna des Bundesstaates Querétaro verdient gemacht hat.
Die Pflanzen wachsen auf nördlich bis nordöstlich ausgerichteten vertikalen Hängen aus Ton/Silikat-Sedimentgestein (span.: lutita). Von Dezember bis Mai ist der Boden, bedingt durch die saisonale Trockenheit, an der Oberfläche sehr hart, darunter aber weich und bröcklig. Die Pflanzen wachsen in einer Buschlandschaft am Rande von Bächen und kleineren Flüßen (die aber nur bei stärkerem Regen von Juni bis September zeitweise Wasser führen) zusammen mit Selaginella lepidophylla sowie mit Moosen, Kakteen, Notholeana- und Cheilanthes-Arten in einer Höhe zwischen 1000 und 1600 m.ü.M. Im Tal des Rio Tolimán wächst P. elizabethiae zusammen mit P. agnata, während in der Region des Rio Moctezuma die Art alleine vorkommt.
Pinguicula elizabethiae Zamudio (1999)